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La Salida: Die Gitarren sind wieder da

paul • 10. März 2010 • Im Fokus

Die Gitarren sind wieder da

Ein Artikel von Jean Luc Thomas
veröffentlicht in La salida Nr. 54 / Juni – September 2007

Die Renaissance des Tango hat in vielen Milongas die Flamme der Orquestas Típicas wieder entfacht. Aber der Hang zur Nähe und Intimität, den dieses Genre mit sich bringt, bewirkte auch ein Aufblühen der Gitarren. Voilà, da sind sie!

Natürlich assoziiert man die näselnde Klagestimme des Bandoneón mit dem Tango, aber wie es ein Freund in Bezug auf die Folklore Argentiniens behauptet, klingt es so:“ Schüttelst Du einen Baum in Argentinien, fallen jede Menge Gitarristen herunter…“ Diese scherzhafte Bemerkung weist auf die Bedeutung dieses Instruments hin, nicht nur im Tango, sondern in der gesamten Folklore- Musik, bei der der Tango da und dort manches entlehnt hat. Manch ein Tango- Gitarrist durchlebt übrigens nicht selten eine Art von musikalischem Doppelleben, oft kehrt er irgendwann zurück zu jener Folklore, aus der er einst zum Tango gekommen ist.

Es ist so: Sie gehört mitten in den Tango- Bilderbogen, die Gitarre, die Carlos Gardel im Arm hält, das Instrument, das jener abgewiesene Liebhaber aus „Mi noche triste“ in den Schrank gesperrt hat; an diesen Bildern führt ebenso wenig ein Weg vorbei wie an der frisch angezündeten Zigarrette in den Händen der Statue von Carlitos auf dem Friedhof von la Chacarita. Man muß die Geschichte nicht neu schreiben:  Die Gitarre im Tango gibt es eher als das Bandoneón! Sie ist Teil der ersten Trios aus Gitarre, Flöte und Geige und seiner zahlreichen Varianten, an sie schmiegen sich die Hände der Payadores, der Volkssänger, lange bevor das Tango- Lied entstand, aber auch danach bleibt sie ebenso unentbehrlich, als etwa das Duo Gardel- Razzano jene neue Ausdrucksform verbreitet, die „den Tango von den Füßen zu den Lippen erhebt“ (Discépolo).

Die Gitarre wird zur Gefährtin des Troubadours, zur Freundin, zur Vertrauten des Tangosängers, bevor noch das Bandoneón mit tieferem Echo, seiner kräftigeren Stimme, seinem männlicheren, markanten Klang zu imponieren beginnt.

Es ist wohl auf die Entwicklung der Orchester zurückzuführen, die Nelly Omaraus ihrer Besetzung die Gitarre ausgeschlossen hat: Ihre fehlende Lautstärke (vor der elektrischen Verstärkung der Instrumente) hat sie in den Jahren der Goldenen Epoche gegen Ende der 30er Jahre an den Rand gedrängt. Erst Mitte der 60er Jahre haben Bartholomé Palermo und Roberto Grela die Gitarre von neuem geadelt, in kleinen Ensembles oder zur Begleitung von Sängern und Sängerinnen wie Nelly Omar oder Rubén Juárez, die Grela begleitete, oder Palermo als Begleiter von Edmund Rivero (selbst Gitarrist!) im „Viejo Almacén“; Juanjo Domínguez wurde legendärer Begleiter von Roberto „El Pólaco“ Goyeneche. Hier wären noch etliche Gitarristen zu nennen, die Sänger wie Podestá, Echagüe oder Marcel begleitet haben, bis zur endültigen Schließung des legendären Clubs Caño 14 im Jahr 1984.

Das Quintett von Astor Piazzolla hielt der Gitarre jedoch einen Platz frei: Oscar López Archtop Jazz Guitar o DeckelRuiz und Horacio Malvicino sind namentlich diejenigen, die die sechs Saiten im besten Sinne des Klangkosmos des Maestro zum Klingen gebracht haben. Elektrisch verstärkt, bietet die Gitarre mehr an Perkussion für den Rhythmus und kann darüber hinaus Soli und halbsolistische Einlagen, Riffs etc. beisteuern, ohne vom Ensemble überdeckt zu werden. Ein Platz auch beim herausragenden Quinteto Real, wo die enge Komplizenschaft des Pianisten Horacio Salgán mit dem Gitarristen Ubaldo de Lío sich bestens inspirierend auf die übrigen Musiker des Quintetts überträgt…

Als das Abenteuer des ersten Quinteto Real zu Ende ging (später, im Jahr 1999 gab es noch eine neue Zusammenstellung unter diesem Namen), war das Duo Salgán – De Lío noch lange nicht am Ende damit, den Dialog Bandoneón- Piano [Pedro Laurenz!] weiter zu entwickeln, während Aníbal Troilo mit Roberto Grela im Duo bzw. in einer Quartettbesetzung Aufnahmen zu machen begann /in den Jahren zwischen 1953 und 1969!). Dies geschah auf dem Hintergrund der Krise und des fortschreitenden Verschwindens der Orquestas Típicas, was auch bei Leopoldo Federico, dem erfolgreichen Orchesterleiter und Bandoneonisten, dazu führte, dass er sich ebenfalls in kleiner Quartettbesetzung, aber höchster musikalischer Qualität, mit Roberto Grela zusammenfand.

Im Verlauf der großen Bewegung der Wiederentdeckung und Wiederbelebung des Tango ist schließlich die Gitarre – akustisch- unplugged oder elektrisch verstärkt – wieder in Mode gekommen, und zwar sowohl in der Gesangsbegleitung als auch in der Orchesterbesetzung, soweit es sich nicht ohnehin um Solo- Gitarristen handelt. Die Tradition der kreolischen Gitarre bei Gardel und des zur Gitarre gesungenen Repertoires ist auch nicht vergessen:

Die überraschende Vorstellung eines im übrigen sehr professionell vermarkteten Albums von Cristóbal Repetto bei Universal im Jahr 2004 (sehr schönes Repertoire, mit nicht zu leugnender guter Bühnenpräsenz vorgetragen, ob man das absichtliche, gekünstelte nasale Timbre im Stil der 30er Jahre mag oder eher ablehnt), hat die traditionelle Gitarrenbegleitung zweifellos auch wieder ins Rampenlicht gerückt.

Dies soll aber nicht unterschlagen, dass es ebenso lobenswerte Brian ChambouleyronInterpretationen von Gitarristen- Sängern gibt. Zum Beispiel das Album „Guitarra y voz“ von Brian Chambouleyron, das von einer extremen instrumentalen Finesse ist (2006). Dieser gebürtige Pariser, aber dennoch durch und durch Argentinier, stets am Repertoire der 20er oder 30er Jahre, hat seine Arbeit zunächst in den Bühnenspektakeln Recuerdos son recuerdos oder Glorias Porteñas eingebracht, bevor er sich an eine solistische Karriere machte.

Er war es, der in Buenos Aires im Café „La vaca profana“ vergangenen Oktober einige Abende voller raffinierter Emotionen erleben ließ, indem er die Feinheit seines Gesangs mit gitarristischer Geschmeidigkeit verband. Ihm ganz ähnlich im intimen Register, aber deutlicher unterstrichen durch eine Begleitung, die mit intrumentalen Klangfarben mehr in Richtung Brasilien weist, erschien in Frankreich als Live- Aufnahme das Album des Veteranen Horacio Molina im Label von Eduardo Makaroff, Mañana (2006). Auch die Tradition der Ensembles aus Saitenzupfern erlebte eine Erneuerung durch das junge, aber dennoch sehr gereifte Quinteto Ventarrón, so wie auch durch die Ensembles 34 puñaladas (Gitarren und Gesang), Palermo 5 oder das sogar noch jüngere Trio Cataldi-Gorosito-De la Vega, deren 2. Aufnahme mittlerweile schon auf den Markt kam (Sutil tango sutil, 2007).

Unter den Gitarristen mit den besten Referenzen, die sich mittlerweile hier in Frankreich niedergelassen haben, finden wir Rudy Flores, einen hervorragender Folkloristen, der mit seinem Bruder Nini (Akkordeon) zusammen spielt, aber auch Luis Rizzo [leider unterdessen verstorben, Anmerkung d. Ü.], Adrien Politi oder den sehr elektrisch spielenden Tomás Gubitsch, alle drei in eigenen Bands aktiv, darüber hinaus aber auch Leonardo Sánchezproduktive Komponisten. Leonardo Sánchez, Gitarrist des Trío Gomina, Partner von Juanjo Mosalini jr. im Quintett und bei den Bearbeitungen des Piazzolla- Repertoires zusammen mit dem Ensemble Basse- Normandie, begleitete auch den argentinischen Sänger Jaïro in einer Aufnahme mit Stücken überwiegend von Piazolla- Ferrer, die in Frankreich produziert wurde, Jairo canta Piazzolla (2003). Ciro Pérez, ein bewährter Recke der Tango- Gitarre, schon seit 1980 in Frankreich, setzte im legendären Pariser Tango- Varieté  „Trottoirs de Buenos Aires“ einen Weg fort, der in Argentinien durch die bedeutsame Zusammenarbeit mit Roberto Grela bereitet wurde, und zuvor in seinem Heimatland Uruguay von der Zusammenarbeit mit einem nationalen Monument der Musik, Alfredo Zitarrosa, geprägt worden war. Er erschien hier in Frankreich solistisch, abgesehen von einigen Partizipationen als Studio- und Begleitmusiker, in zwei sehr schönen Aufnahmen in Trio- Besetzung: Pedacito de cielo (mit Gustavo Beytelmann, Klavier, und Roberto Tormo, Kontrabaß, erschienen bei ASPIC 1997) und erst kürzlich in Las siluetas porteñas (Cinq planètes, 2006) zusammen mit William Sabatier (Bandoneón) und  Norberto Pedreira (Gitarre und Gitarrón). [Im Duo mit dem aus Paraguay stammenden Gitarristen Vidal Rojas aus Toulouse hatte Ciro Pérez schon 1994 eine Roberto Grela gewidmete Aufnahme von Tangos auf 2 Gitarren veröffentlicht (Tango pour deux guitares, ASPIC, 1995), der in diesem Jahr, also 2009, eine neue Einspielung dieses Duos folgen soll: Revisitango (Bulls Prod., 2008). Wenn diese CD Anfang 2009 endlich in den Handel kommt, wäre ihr eine baldige Rezension zu wünschen.]

In der letzten Zeit hat sich auch Diego Trosman, ein in Marseille ansässiger argentinischerGustavo Gancedo Gitarrist, mit seiner Gruppe Yuyo Verde in der dem Tanz und der Livemusik verpflichteten Tangoszene bekannt und unentbehrlich gemacht. Gustav Gancedo hingegen, dieser überaus versierte Arrangeur und Gitarrist in zwei erfolgreichen Aufnahmen mit seinem Septett (Tango para ustedes, erschienen im Label L‘ empreinte digitale, 2002) und einer Quartettbesetzung (Aquí y ahora, 2004), ist mittlerweile zurückgekehrt in seine Heimat Córdoba, wo die Folklore dominiert und wo er selbst mit dem Duo Salteño einmal debütierte. Diese Rückkehr zu den Wurzeln unterstreicht er durch eine zuvor in Eigenproduktion entstandene Aufnahme (Guitarra argentina, 2006), bei der eben der Tango und die Folklore vermischt werden. Wir sind sehr gespannt darauf, ihn hier in Frankreich wieder zu sehen, so wie auch auf die nächste Tour von Pablo Bernard, einem Spezialisten der zehnsaitigen Gitarre, die der Interpretation der Tangos eine ganze Palette an zusätzlichen Farben in Richtung Jazz oder Tropicalismo eröffnet.

Diese zuletzt erwähnten Namen führen uns nach Argentinien, wo es abschließend nicht versäumt werden soll, einige besondere Charaktere mit Grenzgängerqualitäten zu erwähnen, große Zauberer von Stimmungen, jene Esteban Morgado, Luis Borda, Gustavo Mozzi, Arrangeure und Komponisten … und zunächst Gitarristen! Und wie könnte ich diese Betrachtung schließen, ohne an Aníbal Arías zu erinnern, den weit über 80 jährigen Veteranen, der durch das interessante Projekt von Gustavo Santaolalla Café de los maestros erst letztens wieder in die Öffentlichkeit geriet. Und an jenen Mann, der fast 30 Jahre lang beinahe unauffällig im Schatten von Mercedes Sosa wirkte, bevor er sich schließlich, mit 55 Jahren, dazu entschloß, eine Aufnahme mit Tangos auf der Gitarre herauszubringen (Tango 12): Nicolás „Colacho“ Brizuela. ■

Jean- Luc Thomas

Deutsche Übersetzung und zusätzliche Anmerkungen in [ .. ] von Martin Hallier. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Redaktion der Zeitschrift La Salida für die Erlaubnis, diesen Artikel – und einige weitere Artikel – hier veröffentlichen zu dürfen.


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Wer ist Soledad Sacheri?

un loco • 17. Mai 2008 • Talentsucher

soledad_sacheri.jpegAuf der Suche nach Informationen zu Piazzollas “Años des Soledas”, ein Titel den er 1974 zusammen mit Gerry Mulligan in Italien einspielte, fütterte ich die Suchmaschine Google mit “Piazzolla Soledad” und war mehr als überrascht auf dieser legalen Musikplattform zu landen. Künstler können dort Ihre Titel, meist in Demolänge von 30 Sekunden, anbieten.

Die Suche hatte mich dorthin geführt, weil eine junge Sängerin namens Soledad Sacheri einen Titel Piazzollas singt. Soweit, so gut. Sieben Tangomusikstücke bietet sie dort in voller Länge zum Hören und zum Download an.

Was soll ich sagen. Beginnen wir den drei Klassikern Mi Buenos Aires Querido, Uno und El Choclo. Soledad Sacheri belebt diese angestaubten Musikstücke mit kristallklarer, weiblicher jedoch kräftiger Stimme. Die instrumentelle Begleitung besteht wechselnd aus Klavier, Bandoneón, Geige und Gitarre.

Tinta Roja ist mir als Version Alfredo Zitarrosas bekannt. Im Vergleich dazu singt sie geradezu fröhlich, jedenfalls ohne Pathos. Um gleich bei der Fröhlichkeit zu bleiben. Mit Canaros Milonga Se Dice De Mi landet Soledad Sacheri einen Volltreffer. Ihre Version bringt den verschnarchtesten Milonguero auf die Tanzfläche und Fröhlichkeit auf die Gesichter der Zuhörenden.

Viele Sängerinnen versuchten sich bereits an Los Pajaros Perdidos, doch nach meinem Eindruck rutschen sie oft ins pathetische, teilweise gar schmalzige ab. Nicht so Soledad Sacheri. Auch hier besticht ihre Interpretation durch Klarheit, Brillianz und künstlerischen Ausdruck.

Volver, von der Nachtigall der Pampa , Carlos Gardel in den Tangohimmel erhoben und auf Grund des grossen Respekts vor Gardel nur von wenigen als Tango Canción interpretiert, wurde in den letzten Jahren gleich von zwei jungen Frauen bestens stimmlich umgesetzt. Über die Flamenco Version Estrella Morentes als stimmliches Double Penelope Cruz’ im Film Volver berichteten wir bereits an anderer Stelle. Soledad Sacheri schafft es auch hier mühelos, die Atmosphäre des Originals in die Neuzeit zu transportieren.

Trotz intensivster Recherche konnte ich über Frau Sacheri nichts in Erfahrung bringen. Die bereits erwähnte downloadseite hält ein paar nicht nennenswerte Floskeln bereits. Keine emailadresse. Kein Telefonnummer. Kein Plattenlabel. NIX. Sehr bedauerlich.

Hörproben sowie die kompletten Songs in Eins-A-Qualität legal zum download gibts hier. Viel Spaß beim Hören und Tanzen.



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3 x Tango TV-Tips

un loco • 18. Januar 2008 • Archiv

fernseheraltklein.jpg

Tipp 1

am kommenden Mittwoch, 23. Januar 2008, wird im 3. Programm des Bayrischen Rundfunks (Bayern 3) um 21:45 Uhr der Spielfilm “Man muss mich nicht lieben” mit Patrick Chesnais und Anne Consigny gezeigt.

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Tango Day – Postkarte an Carlos Gardel.

un loco • 4. Dezember 2007 • Historisches

Gardel Briefmarke Verehrter Carlos Gardel,

alle Gute zu deinem Geburtstag, den wir am 11.Dezember zum 117ten Mal feiern können. Alle Argentinier, und viele andere Tangobegeisterte werden weltweit deinen Geburtstag zum Anlass nehmen, dir, dem Tanz und der Musik zu gedenken.

Mit deiner kräftigen, weichen Baritonstimme und einer alten Klampfe hast du damals eine neue Musikkultur geschaffen und den Übergang von der Guardia Vieja zur Guardia Nueva selbst miterlebt und gestaltet.

Heute, gut einhundert Jahre nach deinem Geburtstag, ringen aktuelle Musiker um die Vorherrschaft in der Tango-Szene, so wie du einst mit José Razzano. Wer schlussendlich vom sogenannten Elektrotango der Nachwelt erhalten werden wird ist noch offen und wird sicherlich an anderer Stelle in diesem Magazin noch ausführlich diskutiert werden – doch eines ist klar: Deine Musik ist auch heute noch aktuell.

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Soweit unsere Geburtstagsgrüsse per Postkarte an Carlos Gardel, die wir, wegen der ungewissen Laufzeit heute schon mal auf die Reise schicken. Vielleicht findet der ein oder andere DJ/Djane Gelegenheit in den nächsten Tagen auf einer Milonga einen seiner Titel zur Freude der Tänzer zu spielen. Wir haben Tomo y Obligo als besonders tanzbares Musikstück herausgesucht.Falls einige Leser Carlos Gardel ein Ständchen bringen wollen, so findet sich am Ende des Beitrags der Text zu Tomo y Obligo. Ich bin sicher, er würde sich auch über Volver als Geburtstagsständchen freuen.Am 11.Dezember gibt es für unsere Leser ebenfalls eine kleine Überraschung auf dieser Website.

Tomo y obligo, mándese un trago,
que hoy necesito el recuerdo matar;
sin un amigo lejos del pago
quiero en su pecho mi pena volcar.
Beba conmigo, y si se empaña
de vez en cuando mi voz al cantar,
no es que la llore porque me engaña,
yo sé que un hombre no debe llorar.Si los pastos conversaran, esta pampa le diría
de qué modo la quería, con qué fiebre la adoré.
Cuántas veces de rodillas, tembloroso, yo me he hincado
bajo el árbol deshojado donde un día la besé.
Y hoy al verla envilecida y a otros brazos entregada,
fue para mí una puñalada y de celos me cegué,
y le juro, todavía no consigo convencerme
como pude contenerme y ahí nomás no la maté.

Tomo y obligo, mándese un trago;
de las mujeres mejor no hay que hablar,
todas, amigo, dan muy mal pago
y hoy mi experiencia lo puede afirmar.
Siga un consejo, no se enamore
y si una vuelta le toca hocicar,
fuerza, canejo, sufra y no llore
que un hombre macho no debe llorar.


Suchworte: Tango day, tangoday, gardel, geburtstag, birthday, celebration, anniversary, national tango day


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Otros Aires – Versuch einer Beschreibung

un loco • 27. Oktober 2007 • Gut aufgelegt

otros_aires_dos.jpgEs ist jetzt schon eine Zeit her, daß ich Miguel di Genova und seine Musiker in Hamburg kennen gelernt habe. Überall höre ich, neben all den anderen Tangos viel, oft und gern seine Musik: im Auto, beim Joggen und verstärkt auf Salons und Milongas. Selbst meine Kinder brüllen beim einsteigen ins Auto “Papa, Titel Nummer vier!” und wünschen sich damit “Los Vinos” von der CD “Dos”. Immer wieder wieder habe ich seit dem Interview in Hamburg eine CD-Besprechung vor mir her geschoben, auch aus Angst, meine Begeisterung könne wie billige Lobhudelei klingen. Nun, heute eine der beiden CDs zu besprechen heißt irgendwie auch, Eulen nach Athen zu tragen und dennoch – Otros Aires sind mehr als eine Betrachtung wert.

Zu dem Zeitpunkt, als wir das Interview führten, war ich noch nicht sehr in moderne Tangomusik involviert und hielt Otros Aires für eine beliebige der vielen neuen Elektrotango Bands. Doch im Laufe der Zeit habe ich viel anderes gehört und festgestellt, daß Otros Aires mehr zu bieten haben. Es ist die faszinierende Mischung aus alter Musik, alten Rhythmen und Originalaufnahmen einerseits sowie modernem Sound andererseits. Tanzbarkeit bei nahezu jedem Titel bestens garantiert!

Insbesondere Miguels Verehrung für die richtig alten Sachen ist mir aufgefallen. So ist “Percanta” eine wunderschöne Adaption der allerersten Carlos Gardel Aufnahme “Mi noche triste” von 1917. Otros Aires schaffen es immer wieder, alte und neue Aufnahme so symbiotisch zu mischen, daß daraus ein neuer Titel wird, der jedoch den Character des Originals aufnimmt und in die Moderne transferiert. Ob “sin rumbo” (d’Arienzo) , “Un baile beneficio” (Pugliese) , “la yumba” (Pugliese) oder “La Pampa Seca” (Carlos Gardel). Alles grossartige Originale die hier von ebenso grossartigen Musikern kreativ arrangiert und instrumentiert wurden.

Bei Otros Aires’ Versionen handelt es sich nicht, wie schon häufiger bei anderen Bands gehört, um zusammengestückelte Samples. Nein! Jeder Titel wird, so hat es Miguel auch im Interview bestätigt, neu arrangiert, im Prinzip neu komponiert. und dennoch – oder gerade deshalb wird hier ein Stück Tangokultur erhalten. Besonders erwähnenswert ist für mich, daß Otros Aires komplett neue, eigene Titel kreiert haben, die sich so nahtlos in die restlichen Titel der jeweiligen CD einfügen, daß man schon daß CD-Cover bemühen muss, um alte aber neu arrangierte von komplett neu komponierten Titel unterscheiden zu können. Hier macht mir die Milonga “Junto a las piedras” sehr viel Freude, ist sie doch für ältere Herren und Anfänger gleichermassen geeignet ;-)

Es gibt noch eine Menge Aspekte zu beleuchten, doch für heute will ich es mit einigen Hörproben erstmal gut sein lassen.

Otros Aires – La yumba
Otros Aires – Junto a las piedras
Otros Aires – Otra esquina

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Weitere Hörproben gibt’s wie immer bei by DyM.


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Tangoschlampe

un loco • 23. Oktober 2007 • Skurril

tangoschlampe.jpg

Percanta ist ein oft benutztes Wort in der Tangolyrik, das z.B. in “Mi noche Triste” (Gardel, 1917) vorkommt. Es entspringt dem Slang Lunfardo und kann im Deutschen etwa mit Flittchen, Schickse, Schlampe übersetzt werden. Im Zusammenhang mit Tango liegt die Assoziation Tangoschlampe nahe.

Sehr erstaunt hat mich, daß es bei weltweiter Suche heute nur einen Treffer gab. Nun gut, bald steht un loco als zweiter in der Liste.


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Un Tango Más – “Tango Passión” – 48291 Telgte

un loco • 19. September 2007 • Archiv

utm2_foto_martinschulte3.jpgTelgte / Münsterland (mp) – Das Ensemble Un Tango Más gastiert am 19. Oktober um 20 Uhr mit seinem Programm “Tango Passión” im Bürgerhaus in Telgte. Wer einmal in den Bann des Ensembles Un Tango Más geraten ist, den wird diese irisierende Mischung aus Tango Nuevo, Jazz und klassischen Elementen nicht mehr loslassen. Als Hörprobe habe ich, wie kann es anders sein, “balada para un loco” ausgewählt

Sechs ausdrucksstarke Musiker nutzen ihre Virtuosität, um einen besonderen Gruppenklang zu schaffen. Dadurch, dass das Bandoneon durch ein Akkordeon, und die E-Gitarre durch eine Konzertgitarre ersetzt wird, entsteht eine ganz eigene Klangfarbe, auf der die warme und wandlungsfähige Stimme von Sónnica Yepes zusätzliche Glanzlichter setzt.

Un Tango Más verbindet die unterschiedlichen Facetten des Tangos zu einem packenden und mitreißenden Programm. Dazu gehören Klassiker des argentinischen Tangos von Carlos Gardel in zeitgemäßen Arrangements, Original-Kompositionen von Astor Piazzolla und zahlreiche Eigenkompositionen. Damit schreibt Un Tango Más die Geschichte des Tangos fort in unsere Zeit und gehört mittlerweile zu den gefragtesten konzertanten Tangoensembles der deutschen Szene.

Das Programm “Tango Passión” zeigt den Tango als Lebensgefühl fernab vom Klischee. Sechs ausdrucksstarke Musiker und zwei Tänzer inspirieren sich mit ihrer Leidenschaft und nutzen ihre Virtuosität, um eine besondere Performance zu bieten. Sie erweitern die Sicht auf den Tango um neue Aspekte, eindrucksvoll verschmelzen hier Moderner Tanz und Schauspiel und Musik zu einer Melange der Sinne. Dieser Tanz ist zeitlos, einzig der Moment zählt.

Besetzung: Sónnica Yepes – Gesang, Antje Vetter – Violine, Claudia Anthes – Piano, Thomas Hanz – Gitarre, Alex Morsey -Kontrabass, Jörg Siebenhaar – Akkordeon

Vorverkauf: 15,00 € / 13,50 €
Abendkasse: 16,00 € / 14,50 €

Tickets & INFO:
Kulturbüro Stadt Telgte
Baßfeld 4-6
48291 Telgte
Telefon: 02504/13-263

Veranstaltungsort:
Bürgerhaus Telgte
Baßfeld 9
48291 Telgte


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Un Tango Más – “Tango Passión” – 48291 Telgte

un loco • 19. September 2007 • Termine
19. Oktober 2007
20:00

utm2_foto_martinschulte3.jpgTelgte / Münsterland (mp) – Das Ensemble Un Tango Más gastiert am 19. Oktober um 20 Uhr mit seinem Programm “Tango Passión” im Bürgerhaus in Telgte. Wer einmal in den Bann des Ensembles Un Tango Más geraten ist, den wird diese irisierende Mischung aus Tango Nuevo, Jazz und klassischen Elementen nicht mehr loslassen. Als Hörprobe habe ich, wie kann es anders sein, “balada para un loco” ausgewählt

[display_podcast] 

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Tango-Tanzabend im Piesberger Gesellschaftshaus – 49090 Osnabrück

un loco • 10. September 2007 • Termine
11. September 2007
21:00
18. September 2007
21:00
25. September 2007
21:00
2. Oktober 2007
21:00
9. Oktober 2007
21:00
16. Oktober 2007
21:00
23. Oktober 2007
21:00
30. Oktober 2007
21:00
6. November 2007
21:00
13. November 2007
21:00
20. November 2007
21:00
27. November 2007
21:00
4. Dezember 2007
21:00
11. Dezember 2007
21:00
18. Dezember 2007
21:00

img_4043-1.jpgim Piesberger Gesellschaftshaus findet jeden Dienstag von 21:00 bis Mitternacht ein Tangotanzabend statt. Laut Veranstalter auch in den Ferien. Jeweils der erste Dienstag des Monats wird von einem Gast-DJ begleitet, im Oktober gibt es sogar Live-Musik.

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Volver – Carlos Gardel

dandy • 7. September 2007 • Gut aufgelegt

Diese herrliche Aufnahme von 1935 ist zu schön um auf irgendwelchen Platten zu verstauben. Für alle, die mitsingen möchten gibt es den Text gleich dazu.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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