Tags: ‘Künstler=Bajofondo’

Bajofondo Tango Club – Hamburg – Fabrik 13.4.2008

un loco • 3. Februar 2008 • Termine
13. April 2008
00:00

bajofondo.jpg(beatsinternational.com) Nur Kennern der Szene wird der Name Gustavo Santaolalla ein Begriff sein. In Wahrheit kennen Millionen Menschen seine Musik! In seiner Trophäen-Sammlung hat Gustavo Santaolalla mittlerweile zwei Oscars für Filmmusik (Babel/ Brokeback Mountain), einen Golden Globe, neun Latin Grammys (u.a. erhielt er 2005 die hochverdiente Auszeichnung als Produzent des Jahres), einen Grammy, und zwei BAFTA Awards. Einen der Latin Grammys gewann er 2003 für die Produktion des ersten Bajofondo-Albums.

Auf dem neuen Bajofondo Album sind u.a. Gäste und Freunde, wie Nelly Furtado oder Elvis Costello vertreten.

Der Name Bajofondo Tango Club war immer etwas irreführend: Denn obwohl der Tango unbestreitbar eines der Stilmittel ist, mit denen die Musiker des argentinisch-uruguayanischen Kollektivs seit 2002 jonglieren, war und ist er eben doch nur ein Stilmittel unter vielen. Deshalb behagt es Gustavo Santaolalla, dem Vordenker des neunköpfigen Ensembles, auch gar nicht, wenn die Musik der Band als “Electronica-Tango” bezeichnet wird. “Wir mögen diese Etikettierung nicht, weil wir das, was wir machen, weder für Tango noch für Electronica halten. Wir spielen Musik vom Rio de la Plata, und wenn man Musik kreieren möchte, die zeitgenössische Klänge aus Städten wie Buenos Aires und Montevideo repräsentiert, dann ist es – zumindest in unseren Augen – nur natürlich, daß auch Elemente von Tango, Murga, Milonga und Candombe in diese Musik einfließen, da sie Bestandteil der genetisch-musikalischen Landschaft dieses Teils der Welt sind. Aber die vierzigjährige Geschichte der argentinischen und uruguayanischen Rock-, HipHop- und Electronica-Musik sind auch Bestandteil dieser Landschaft und der Geschichte dieser Region.” Und um dies endlich deutlich zu machen, wurde der Bandname nun schlicht zu Bajofondo verkürzt.

Keines der neun Bandmitglieder verkörpert die stilistische Vielseitigkeit wohl so sehr wie Mastermind Gustavo Santaolalla. Der 1952 in Buenos Aires geborene Musiker, Komponist und Produzent begann seine Karriere in den späten 60er Jahren als Gitarrist in der argentinischen Band Arco Iris, die psychedelischen Rock mit heimischer Folklore und Jazzeinflüssen mischte. Schnell stieg Arco Iris zu einer der einfluß- und erfolgreichsten Bands Argentiniens auf und geriet ins Fadenkreuz des Militärregimes. Um Repressionen zu entgehen, ging Gustavo in den 70er Jahren in die USA. Dort traf er auf den ebenfalls expatriierten Landsmann Aníbal Kerpel, mit dem er die Band Wet Picnic gründete und später ins Produzentengeschäft einstieg. Die ersten großen Erfolge verzeichnete das Team Santaolalla-Kerpel Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre mit mexikanischen Rockbands, denen es zu internationaler Bekanntheit verhalf: darunter befanden sich Maldita Vencidad und Café Tacuba. Danach stieg Gustavo Santaolalla – wobei er nach wie vor oft mit Aníbal Kerpel zusammenarbeitete – zum wohl erfolgreichsten Produzenten lateinamerikanischer Rock- und Popmusik auf. Verantwortlich zeichnete er u.a. für Platten von Los Fabulosos Cadillacs, Molotov, Juanes und Paulina Rubio. Daß spanischsprachige Musik in den USA und zunehmend auch Europa salonfähig wurde, ist nicht zuletzt ein Verdienst Gustavo Santaolallas.

Ein ausgesprochen kundiges Händchen bewies Santaolalla auch bei der Produktion von Film-Soundtracks, wobei er sich nicht darauf beschränkte, nur die Musik anderer zu produzieren, sondern auch selbst als Musiker und Komponist aktiv wurde. Für den mexikanischen Regisseur Alejandro González Iñárritu produzierte er die Soundtracks zu drei aufseheneregenden Filmen “Amores Perros” (2000), “21 Gramm” (2003) und “Babel” (2006). Für den brasilianischen Filmemacher Walter Salles schuf er außerdem den Soundtrack zu “Reise des jungen Che – Motorcycle Diaries” (2004) und für den taiwanesisch-amerikanischen Regisseur Ang Lee “Brokeback Mountain” (2005). Nicht nur die Filme ernteten hervorragende Kritiken, sondern auch Santaolallas Soundtracks. Für die Soundtracks von Babel und Brokeback Mountain wurde er zweifacher OSCAR-Preisträger in Folge.

Durchschlagenden Erfolg verzeichnete Santaolalla natürlich auch mit dem Ensemble Bajofondo, das er 2002 mit seinem uruguayanischen Kollegen Juan Campodónico und dem gebürtigen Franzosen Luciano Supervielles gründete. Mit “Mar Dulce” legt Bajofondo nun sein drittes Album vor, das die Vielfalt der musikalischen Einflüsse besser denn je deutlich macht. Als Gäste kann man diesmal internationale Popstars wie Elvis Costello und Nelly Furtado, die spanische Sängerin/Rapperin Mala Rodríguez und den japanischen Bandonéon-Virtuosen Ryota Komatsu hören. Aber auch südamerikanische Größen wie Fernando Santullo (ehemals Vokalist der uruguaynischen Rock- und HipHop-Band Peyote Asesino, der auch Bajofondo-Mitgründer Juan Campodónico angehörte), Gustavo Cerati (in den 80er Frontmann der in ganz Südamerika gefeierten argentinischen Rock-Band Soda Stereo), Juan Subirá (Keyboarder der argentinischen Rock-Band Bersuit Vergarabat) oder die legendäre uruguyanische Diva Lágrima Ríos, die kurz nach diesen (ihren letzten) Aufnahmen leider im Alter von 82 Jahren in Montevideo verstarb.

Musiker: Gustavo Santaolalla – guitar, percussion, lead & backup vocals / Juan Campodónico – programming, beats, samples & guitar / Luciano Supervielle – piano, keyboards & scratches / Javier Casalla – violin / Martín Ferrés – bandoneón / Gabriel Casacuberta – upright & electric basses / Adrián Sosa – drums / Verónica Loza – VJ & vocals

Songs: Grand Guignol / Cristal / Ya no duele (feat. Fernando Santullo) / Hoy (feat. Juan Subirá) /  Pa’ bailar / Pulmon / Fairly (feat. Elvis Costello) / El mareo (feat. Gustavo Cerati) / El anden (feat. Mala Rodríguez) / Infiltrado / Borges y Paraguay / Tuve sol / No pregunto cuantos son / Slippery Sidewalks (feat Nelly Furtado) / Zitarrosa / Chuiquilines (feat. Lágrima Ríos)

(Pressetext)


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Alfredo Zitarrosa

un loco • 6. Januar 2008 • Gut aufgelegt

Auf der bereits zitierten Scheibe “Mar Dulce” von Bajofondo Tango Club avanciert der Titel Nummer 15, mit dem schlichten Namen “Zitarrosa” langsam aber sicher zur Nummer eins der Familienhitparade. Ein schöner Titel – je nach Zählweise, entweder langsam genug für verschiedenste Gehübungen (47), andererseits mit einem Puls von 94 sicherlich auch als Milonga tanzbar.

Mich persönlich fasziniert das kristallklare Gitarrenspiel. Grund genug, die Biographie Alfredo Zitarrosas nachzuschlagen und mal zu hören, wie seine Musik im Original klingt.

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Bajofondo Tango Club – Perfume

un loco • 29. November 2007 • VideoClips

Hier noch ein Video zur CD Tango Club – Bajofondo Tango Club. Auch diese CD gefällt mir mittlerweile recht gut. Mein negativer Eindruck zu BTC war durch die remixed Version entstanden – und leider haften geblieben. Leider gibt’s auf Amazon keine Hörproben. Aber ein Video bei youtube.

Wie dem auch sei: Ein schönes, urbanes Tanzvideo zu einem schönen Titel.

btc.jpg


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Bajofondo Tango Club – Mar Dulce

un loco • 26. November 2007 • Gut aufgelegt

weltkarte.jpg“Die Route von Buenos Aires, Argentinien nach 48157 Münster konnte nicht berechnet werden.” So zumindest behauptet es Google-Maps. Trotzdem brachte der freundliche Postbote heute die neue Bajofondo Tango Club – “Mar Dulce” zu mir.

Nach kurzem durchzappen fühle ich mich in meiner bisherigen, eher ablehnenden Haltung zu BTC bestätigt. Zuviel Hiphop, Techno, Samples, zu unmelodisch. Halt irgendwie schrecklich für jemanden mit Qualitätsanspruch. Gute, alte Vorurteile eben.

Nützt alles nix. Wer Platten rezensieren will, muss sie komplett hören statt Vorurteile zu pflegen. Also läuft die CD jetzt zum zweiten mal. Und gefällt – zumindest grösstenteils! Ich brauch einfach Zeit, mindestens eine Woche, um eine ordentliche Plattenkritik schreiben zu können. Und die wird – soviel sei an dieser Stelle schon mal verraten – die Vorurteile gehörig in den A…llerwertesten treten. Bis dahin verweise ich auf das aktuelle Video zur CD und die Hörproben bei Amazon. Eure Kommentare zur CD (falls ihr sie schon besitzt) oder zu den Hörproben/Video sind wie immer gern willkommen.

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=D9TmiwA16s4]


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Konzertreihe: Bajofondo Tango Club

else_kling • 27. Juli 2007 • Termine
28. Juli 2007
20:00
29. Juli 2007
20:00
31. Juli 2007
09:00

bajofonodo.jpgHier die Termine von Bajofondo Tango Club

28.07.07 5. Weltkulturfestival HORIZONTE, Koblenz, nähere Informationen unter www.horizonte-festival.de

29.07.07 Zeltfestival Grün 07, Rheinfelden/Baden, Uhrzeit 20.00 h

31.07.07 Haus Leipzig, Benefizkonzert, Leipzig, Uhrzeit 20.00 h.

Infos zur Musikgruppe gibt’s hier , die dort angegebenen Tourneetermine sind leider von 2006. Falls Du eins der o.g. Konzerte besuchst, so darfst Du uns gern ein paar Fotos zusenden: “redaktion at un-loco punkt de”


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