2 x TV-Tipp: Mederos spielt Tango & Bulthaupt in Buenos Aires
Von un loco • 29. April 2008 • Kategorie: Archiv •
Deutschland/Frankreich/Argentinien 2007 (Erstausstrahlung)
Mederos spielt Tango
arte, Sonntag, 04.05.2008, 19:00 – 19:45 Uhr
(Pressetext) Der mittlerweile 68-jährige Mederos gilt als Erneuerer des Tangos und ist einer der großen Virtuosen des für den Tango so typischen Bandoneons. Ein Höhepunkt des Films, welcher Mederos mit verschiedenen Ensembles zeigt, ist der Auftritt des Flamenco-Sängers Miguel Poveda.
Der 1940 geborene Argentinier Rodolfo Mederos zählt zu den Erneuerern der argentinischen Musik. Seine in den 70er Jahren gegründete Band trug den Namen Generación Cero, zu Deutsch: Generation Null. Wie Astor Piazzolla öffnete Mederos den klassischen Tango für Einflüsse von außen. Während ersterer den Tango zur Kunstmusik erhob, suchte Mederos im Tango die revolutionäre Kraft der Rockmusik der 60er Jahre.
Längst hat Mederos den Weg zurück gefunden zum eher klassischen Tango. In den 90er Jahren spielte er unter anderem zusammen mit Daniel Barenboim, der dafür den Taktstock aus der Hand legte und stattdessen in die Tasten griff.
‘Mederos spielt Tango’ begleitet den großen alten Mann des Tangos beim Musizieren mit unterschiedlichsten Musikern; die Besetzung reicht vom großen Tango-Orchester, dem Orchestra Tipica, über kleinere Ensembles bis zum solistischen Spiel. Jedes Stück steht für eine musikalische und emotionale Facette dieser Musik.
Mit dabei: Miguel Poveda, der derzeit wohl am meisten gefeierte Star des Flamencos. Sein Gesang an der Grenze zum Belcanto und seine emotionale Darbietung sind einer der Höhepunkte des Films.
Gefilmt wurde in Buenos Aires, der Geburtsstadt des Tangos und Heimat von Mederos. Vor den stimmungsvollen Bildern der Metropole verdichten sich die Musik und die Worte von Rodolfo Mederos zu einer musikalisch-poetischen Reflektion über das Wesen des Tangos.
Bulthaupt in Buenos Aires
MDR, Sonntag, 04.05.2008, 09:00 – 09:30(Pressetext) Ob Buenos Aires immer noch die Metropole der Leidenschaften ist – davon wollte sich MDR-Weltenbummler Axel Bulthaupt überzeugen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag im Jahr 1998 streifte er durch die verwinkelten Gassen des alten Viertels ‘La Boca’, wo einst der Tango geboren wurde. Sein Streifzug führt ihn aber auch in die neuen glitzernden Einkaufszentren, wo die gestressten Portenos, die stolzen Einwohner der Millionenmetropole am Rio de la Plata, ihren Geschäften nachgehen.Buenos Aires ist eine Stadt der Superlative. Sie hat mit 130 Metern den breitesten Boulevard der Welt. Und dass hier die größten Steaks und die beste Pasta aufgetischt werden, das versteht sich zumindest für die Einheimischen von selbst. Von ihnen lässt sich Axel Bulthaupt ihre Stadt zeigen. Er trifft Supermodel Valeria Maza beim Shopping, geht mit Nachtschwärmer Mario Pergolini auf Tour durch Clubs und Discotheken und lässt sich von den weltbesten Polospielern erklären, warum gerade die Argentinier so perfekt die Jagd nach dem Holzball beherrschen.Mit fast 14 Millionen Einwohnern ist Buenos Aires die zweitgrößte Stadt der spanischsprachigen Welt. Der Blick ihrer Bewohner richtete sich jedoch seither nach Europa: Neben Kaffeehäusern im Wiener Stil entstanden Paläste, die an Mailand oder Prag erinnern. Axel Bulthaupt besucht das Teatro Colon, das als ‘Scala Südamerikas’ gilt. Für die Menschen in Buenos Aires ist das Teatro zum Sinnbild ihrer Zugehörigkeit zum alten Kontinent geworden. Ein Abstecher zu den ‘Gauchos’, den legendären Reitern, darf natürlich nicht fehlen. Axel Bulthaupt ist zu Gast auf einem alten Herrenhaus vor den Toren der Stadt, wo die Gauchos noch heute die Viehherden über die weiten Felder der Pampa treiben.
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